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BH1102 Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik

Beginn Do., 07.03.2019, 18:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 € - ermäßigt: 0,00 €
Dauer 1x
Noch freie Plätze 36
Kursleitung Dr. Norbert Fasse
Dominik Schendzielorz

Die Revolution 1918/19 erbrachte bekanntlich nicht nur eine Demokratisierung der politischen Ordnung bis hinunter auf die kommunale Ebene, sondern auch erhebliche sozialpolitische Fortschritte wie die Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartner und somit große Partizipationsgewinne für die Arbeiterbevölkerung, für die jüngeren Erwachsenen und vor allem für die Frauen, die endlich das aktive und passive Wahlrecht erhielten.
Diese Fortschritte wurden im westlichen Münsterland als tiefgreifend empfunden und höchst widersprüchlich mitvollzogen. Noch bis in den Juli 1914 hatte man sich nämlich auch hier überwiegend mit dem inszenierten Glanz, der autoritären Gesellschaftsordnung, den militaristischen Zügen und dem außen- und militärpolitischen Geltungsanspruch des Kaiserreichs identifiziert, wie allerorten allein schon die breite alljährliche Würdigung des Kaisergeburtstags zeigt. Welche weiteren mentalen Hypotheken von den vier langen Kriegsjahren und der Niederlage 1918 ausgingen und die Akzeptanz der Weimarer Demokratie unterschwellig beeinträchtigten, wird vorwiegend an Beobachtungen aus Bocholt, Borken und Coesfeld erörtert.





Kursort

Medienzentrum (Alter Bahnhof) Bocholt

Hindenburgstr. 5
46395 Bocholt

Termine

Datum
07.03.2019
Uhrzeit
18:30 - 21:00 Uhr
Ort
Hindenburgstr. 5, Medienzentrum (Alter Bahnhof); Futura 1